Extrin­si­sche Moti­va­ti­on – Anrei­ze, Beloh­nun­gen und ihre Wir­kung

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Das Wich­tigs­te in Kür­ze

  • Extrin­si­sche Moti­va­ti­on ent­steht durch äuße­re Anrei­ze wie Geld, Lob oder Aner­ken­nung
  • Sie wirkt beson­ders gut bei kla­ren, kurz­fris­ti­gen Zie­len
  • In Gami­fi­ca­ti­on sind extrin­si­sche Moti­va­to­ren weit ver­brei­tet
  • Rich­tig ein­ge­setzt stei­gert sie Leis­tung und Akti­vie­rung
  • Falsch ein­ge­setzt kann sie intrin­si­sche Moti­va­ti­on ver­drän­ge

Was ist extrin­si­sche Moti­va­ti­on?

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on beschreibt eine Form der Moti­va­ti­on, bei der das Han­deln durch äuße­re Anrei­ze gesteu­ert wird. Die Tätig­keit selbst steht dabei nicht im Mit­tel­punkt – viel­mehr geht es um das Ergeb­nis oder die Beloh­nung, die am Ende war­tet.

Typi­sche extrin­si­sche Moti­va­to­ren sind:

  • Gehalt und finan­zi­el­le Anrei­ze
  • Boni, Prä­mi­en oder Pro­vi­sio­nen
  • Lob, Aner­ken­nung und Sta­tus
  • Noten, Zer­ti­fi­ka­te oder Abzei­chen
  • Ver­mei­dung von Stra­fen oder nega­ti­ven Kon­se­quen­zen

Men­schen han­deln extrin­sisch moti­viert, wenn sie ein Ziel errei­chen möch­ten, das außer­halb der eigent­li­chen Tätig­keit liegt.


For­men extrin­si­scher Moti­va­ti­on

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on tritt in unter­schied­li­chen Aus­prä­gun­gen auf:

Mate­ri­el­le Anrei­ze

Dazu zäh­len Geld, Sach­prä­mi­en oder Gut­schei­ne. Sie wir­ken beson­ders stark, wenn Leis­tun­gen klar mess­bar sind.

Sozia­le Anrei­ze

Aner­ken­nung, Lob oder Sta­tus inner­halb einer Grup­pe kön­nen stark moti­vie­rend sein – vor allem in Teams.

Nega­ti­ve Anrei­ze

Auch das Ver­mei­den von Stra­fen, Kri­tik oder Nach­tei­len kann moti­vie­rend wir­ken. Die­se Form ist jedoch oft mit Stress ver­bun­den.


Extrin­si­sche vs. intrin­si­sche Moti­va­ti­on

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on wird häu­fig der intrin­si­schen Moti­va­ti­on gegen­über­ge­stellt. Wäh­rend intrin­si­sche Moti­va­ti­on aus Inter­es­se und Freu­de ent­steht, basiert extrin­si­sche Moti­va­ti­on auf äuße­ren Beloh­nun­gen.

Zen­tra­le Unter­schie­de:

  • Extrin­sisch: Ziel­ori­en­tiert, ergeb­nis­be­zo­gen
  • Intrin­sisch: Tätig­keits­be­zo­gen, selbst­be­stimmt
  • Extrin­si­sche Moti­va­ti­on wirkt schnell
  • Intrin­si­sche Moti­va­ti­on wirkt nach­hal­tig

In der Pra­xis ist eine Kom­bi­na­ti­on bei­der Moti­va­ti­ons­for­men sinn­voll – vor­aus­ge­setzt, sie sind aus­ge­wo­gen auf­ein­an­der abge­stimmt.


Psy­cho­lo­gi­sche Wir­kung extrin­si­scher Anrei­ze

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on kann Ver­hal­ten sehr gezielt steu­ern. Kla­re Beloh­nun­gen schaf­fen Ori­en­tie­rung und erhö­hen die Wahr­schein­lich­keit, dass gewünsch­te Hand­lun­gen aus­ge­führt wer­den.

Gleich­zei­tig besteht die Gefahr des soge­nann­ten Moti­va­ti­ons­ver­drän­gungs­ef­fekts: Wird eine ursprüng­lich gern aus­ge­führ­te Tätig­keit plötz­lich nur noch wegen einer Beloh­nung erle­digt, kann die inne­re Moti­va­ti­on sin­ken.

Daher ist es ent­schei­dend, extrin­si­sche Anrei­ze bewusst und nicht infla­tio­när ein­zu­set­zen.

Ein Team freut sich gemeinsam vor einem Laptop, während sie eine erfolgreiche App Store Optimierung feiern.

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on im Arbeits­kon­text

Im beruf­li­chen Umfeld ist extrin­si­sche Moti­va­ti­on weit ver­brei­tet. Leis­tungs­bo­ni, Ziel­ver­ein­ba­run­gen oder Kar­rie­re­an­rei­ze gehö­ren zum All­tag vie­ler Unter­neh­men.

Typi­sche Ein­satz­be­rei­che:

  • Leis­tungs­stei­ge­rung
  • Ziel­er­rei­chung
  • Pro­duk­ti­vi­täts­mes­sung
  • Steue­rung von Ver­hal­ten

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on eig­net sich beson­ders gut für:

  • klar defi­nier­te Auf­ga­ben
  • kurz­fris­ti­ge Zie­le
  • stan­dar­di­sier­te Tätig­kei­ten

Wich­tig ist jedoch, dass Mit­ar­bei­ten­de nicht aus­schließ­lich über äuße­re Anrei­ze gesteu­ert wer­den, da sonst lang­fris­ti­ge Bin­dung und Enga­ge­ment lei­den kön­nen.


Extrin­si­sche Moti­va­ti­on in Gami­fi­ca­ti­on

In der Gami­fi­ca­ti­on sind extrin­si­sche Moti­va­to­ren ein zen­tra­les Ele­ment. Punk­te, Abzei­chen, Level oder Rang­lis­ten die­nen als sicht­ba­re Beloh­nun­gen für bestimm­tes Ver­hal­ten.

Typi­sche extrin­si­sche Gami­fi­ca­ti­on-Ele­men­te:

  • Punk­te­sys­te­me
  • Bad­ges und Achie­ve­ments
  • Rang­lis­ten
  • Frei­schalt­ba­re Inhal­te
  • Beloh­nun­gen nach Abschluss
Ein niedlicher Cartoon-Koala präsentiert in der "kuala-pose-2" eine Geste, die App Store Optimierung symbolisiert.

Die­se Mecha­ni­ken erhö­hen die Akti­vie­rung und sor­gen für schnel­le Erfolgs­er­leb­nis­se. Beson­ders effek­tiv sind sie im Onboar­ding oder bei wie­der­keh­ren­den Auf­ga­ben.

Lang­fris­tig erfolg­rei­che Gami­fi­ca­ti­on ver­bin­det extrin­si­sche Anrei­ze jedoch mit intrin­si­schen Moti­va­to­ren wie Sinn, Fort­schritt und Selbst­be­stim­mung.


Chan­cen und Risi­ken extrin­si­scher Moti­va­ti­on

Vor­tei­le

    • Gut mess­ba­re Ergeb­nis­se

    • Schnel­le Akti­vie­rung

    • Kla­re Ziel­ori­en­tie­rung

    • Hohe Steu­er­bar­keit

    • Gut mess­ba­re Ergeb­nis­se

Risi­ken

    • Wett­be­werb kann demo­ti­vie­ren

    • Abhän­gig­keit von Beloh­nun­gen

    • Sin­ken­de Eigen­mo­ti­va­ti­on

    • Kurz­fris­ti­ges Den­ken

    • Wett­be­werb kann demo­ti­vie­ren

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on ist kein Ersatz für intrin­si­sche Moti­va­ti­on, son­dern ein Werk­zeug, das gezielt ein­ge­setzt wer­den soll­te.


Fazit: Extrin­si­sche Moti­va­ti­on rich­tig ein­set­zen

Extrin­si­sche Moti­va­ti­on ist ein wir­kungs­vol­les Instru­ment, um Ver­hal­ten kurz­fris­tig zu beein­flus­sen und Zie­le zu errei­chen. In Gami­fi­ca­ti­on und im Arbeits­kon­text sorgt sie für Akti­vie­rung, Ori­en­tie­rung und mess­ba­re Ergeb­nis­se.

Lang­fris­tig erfolg­reich ist jedoch nur ein Ansatz, der extrin­si­sche Moti­va­ti­on bewusst dosiert und mit intrin­si­scher Moti­va­ti­on kom­bi­niert. Wer Moti­va­ti­on nach­hal­tig stei­gern möch­te, soll­te äuße­re Anrei­ze als Ein­stieg nut­zen – nicht als allei­ni­ge Grund­la­ge.

Ler­ne in unse­rem Work­shop, wie du extrin­si­sche & intrin­si­sche Moti­va­ti­on gezielt ein­setzt.

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